Miguel Rasinger – Über Mich

Manchmal beginnt eine Veränderung mit einem einfachen Schritt nach draußen.

Warum ich heute Menschen beim Wandern begleite

Mit einem Mann aus dem Internet eine Woche lang wandern gehen? Das klingt im ersten Moment vielleicht ungewöhnlich. Und gleichzeitig ist genau das manchmal der Beginn einer besonderen Erfahrung. Eine Auszeit in den Bergen bedeutet, etwas anders zu machen als im Alltag.

Hier auf der Seite und im Blog bekommst du bereits einen Eindruck davon, wie ich unterwegs bin und was hike2happy ausmacht. Beim Erstgespräch lernen wir uns außerdem in Ruhe kennen. Dabei spüren wir meist schnell, ob die Chemie passt.

Ich sage manchmal mit einem Augenzwinkern: So wie meine Blutgruppe O+ bin ich für etwa 80 % der Bevölkerung gut verträglich.

Am Ende geht es darum, gemeinsam ein Stück Weg zu gehen und zu schauen, wohin er führt.

Mein Weg zum Fernwandern

Mein beruflicher Weg begann zunächst ganz klassisch.

Ich habe Bauingenieurwesen studiert und mehrere Jahre im Ausland gearbeitet.

Zwischen 2009 und 2018 lebte ich in verschiedenen Ländern:

  • zwei Jahre in Deutschland
  • drei Jahre in Peru
  • drei Jahre in Panama
  • zwei Jahre in Spanien

Diese Jahre waren geprägt von Projekten, Karriere, Reisen und vielen neuen Eindrücken.

2019 begann eine längere Campervan-Reise durch Mittelamerika.

Zum ersten Mal hatte ich wirklich Zeit, unterwegs zu sein, ohne ständig auf das nächste Ziel hinzuarbeiten. Kurz darauf folgte eine Phase, die mein Leben stark verändert hat.

2020 begleitete und pflegte ich meinen Vater in seinen letzten Lebensmonaten. Gleichzeitig zerbrach meine damalige Ehe durch die Alkoholsucht meiner Partnerin.

Diese Zeit war schwierig und hat vieles in Frage gestellt. Aber sie hat auch dazu geführt, dass ich begonnen habe, längere Zeit zu Fuß unterwegs zu sein.

Seitdem ist das Fernwandern ein wichtiger Teil meines Lebens geworden.

Unterwegs auf langen Wegen

Seit 2021 bin ich immer wieder mehrere Wochen oder Monate zu Fuß unterwegs gewesen. Manche Wege waren bekannte Fernwanderungen, andere habe ich selbst zusammengestellt.

Einige dieser Wege waren:

  • Voralpenweg 01 von Wien zum Bodensee
  • Nordalpenweg 04 vom Bodensee nach Wien
  • mehrere Jakobswege
    • Camino del Norte
    • Camino Portugués
    • Camino Francés (rückwärts)
    • Camino Primitivo
  • Fishermen’s Trail in Portugal
  • Via Dinarica auf dem Balkan
  • GR20 auf Korsika
  • GR11 in den Pyrenäen
  • Choquequirao Trek in Peru

Dazu kamen viele selbst gstaltete Wanderungen zwischen vier Tagen und ein paar Monaten in Europa und Mexiko.

Ein besonderes Projekt ist der PMT – Pacific Miguel Trail.

Dabei wandere ich Schritt für Schritt von Faro in Portugal bis nach Istanbul in der Türkei. Da befinde ich mich gerade in den Bergen von Bosnien und Herzegowina.

Diese langen Wege haben meine Sicht auf vieles verändert. Wer mehrere Wochen zu Fuß unterwegs ist, erlebt sich selbst und erfährt eine andere Form von Zeit, Begegnungen, Gesprächen und auch von Stille.

Warum Wandern wirkt

Was beim Wandern passiert

Wenn man mehrere Tage hintereinander unterwegs ist, verändert sich der eigene Rhythmus fast automatisch. Der Körper gewöhnt sich an die Bewegung. Schritte werden gleichmäßiger. Der Kopf wird ruhiger. Viele Gedanken verlieren dabei ihre Dringlichkeit.

Beim Gehen entstehen Gespräche oft ganz anders als im Sitzen. Themen tauchen auf, begleiten einen eine Weile und verschwinden manchmal wieder. Manchmal reden wir lange. Manchmal gehen wir einfach still weiter.

Viele Menschen beschreiben diese Erfahrung später als überraschend schlicht. Gerade diese Einfachheit schafft Raum für Gedanken, die im Alltag selten Platz haben.

Vielleicht ist genau, dass der Grund, warum viele Menschen sagen, dass sie zum Glück wandern gegangen sind.

Wie hike2happy entstanden ist

Die Idee hinter hike2happy

Während meiner eigenen Fernwanderungen habe ich immer wieder erlebt, wie stark mehrere Tage draußen wirken können.

  • Nicht spektakulär.
  • Nicht dramatisch.
  • Sondern ruhig und Schritt für Schritt.

Aus diesen Erfahrungen ist hike2happy entstanden.

Seit 2024 begleite ich Menschen, die sich bewusst Zeit nehmen möchten. Menschen, die ein paar Tage Abstand vom Alltag suchen, über eine Entscheidung nachdenken oder einfach spüren, dass eine Auszeit draußen guttun würde.

Ich bin kein Coach oder jemand, der Antworten vorgibt.

Ich bin ein Weitwanderer der spürt, wie Mitwanderer die vorgelebte Unbeschwertheit und das Leben im Moment zu Glück und neue Perspektiven führt. Nach vielen tausenden Kilometer zu Fuß unterwegs und dem Feedback, das ich von Begegnungen und Mitwanderern bekam, fand ich die Bestätigung: Zeit mit hike2happy in den Bergen hilft auf der Lebenswanderung zum Glück.

Dinge, die du über mich herausfinden wirst,
oder meine starken Schwächen

Neben vielen Kilometern auf Wanderwegen und unzählige Übernachtungen im Freien gibt es auch ganz normale Seiten an mir.

Ein paar davon sind vielleicht ganz hilfreich zu wissen:

  • Ich wandere mit Hemd
  • Da Zähne putzen oft noch eine Überwindung ist, kommt Zahnbürste und -paste manchmal griffbereit in die Hemdtasche
  • Ich merke mir Namen nicht besonders gut
  • Ich bin gelegentlich ziemlich vergesslich
  • Manchmal sprudeln viele Erzählungen aus meinen Wanderungen hervor, sag mir gern Bescheid, wenn du genug hast
  • Ich arbeite daran, meine gelegentliche Nervosität in herausfordernden Alttagsituationen auf das entspannte Niveau beim Wandern zu reduzieren, möglichst nahe null

Sprachen:

  • Deutsch (Muttersprache)
  • Spanisch (Muttersprache)
  • Englisch (fließend)

Außerdem bin ich befugter Bergwanderführer.

Vielleicht gehen wir einmal ein Stück gemeinsam

Wenn dich diese Art des Wanderns anspricht, können wir uns zuerst in einem unverbindlichen Gespräch kennenlernen. Dabei schauen wir gemeinsam, ob eine Auszeit in den Bergen für dich im Moment passend wäre und welche Region sich dafür eignen könnte.

Manchmal bleibt es bei einem Gespräch.

Manchmal entsteht daraus die Idee, einige Tage gemeinsam unterwegs zu sein.

Viele dieser Wege beginnen ganz einfach, mit einer Nachricht und der Offenheit, ein Stück Zeit draußen zu verbringen.

„Hike2happy“ steht für „zum Glück wandern“.

Häufige Fragen & Antworten

Wie bist du selbst zum Fernwandern gekommen?

Mein Weg zum Fernwandern begann nicht mit einem großen Plan. Jahrelang arbeitete ich als Bauingenieur im Ausland und war viel unterwegs. In einer schwierigen Phase entstand der Wunsch nach Abstand – ich ging los. Die Zeit draußen tat mir gut; ich wollte mehr Abstand und mehr von dem, was mir guttat.

Aus einzelnen Wanderungen wurden schließlich mehrmonatige Touren durch Europa und darüber hinaus. Auf diesen Reisen bemerkte ich bei gelegentlichen Mitwandernden oft schon nach zwei Tagen eine spürbare Freude. Monate später fragten mich viele, wo ich gerade sei und ob sie wieder mitkommen dürften. Ihr Feedback bestätigte mir, wie mehrere Tage im „hike2happy“-Modus unterwegs zu sein, hilft, den Moment bewusster zu leben und den eigenen Blick zu verändern.

Aus genau diesen Erfahrungen ist hike2happy entstanden.

Warum begleitest du Menschen beim Wandern?

Menschen nehmen ihre Funktionsweise aus dem Alltag mit zur Wanderung. Ziele, Pläne und Erledigen. Ich erkannte, dass meine Art zu wandern sich stark davon unterscheidet.

Immer wieder habe ich unterwegs erlebt wie Wanderneulinge und erfahrene Weitwanderer meinen vorgelebten hike2happy-Style Teil von Ihnen wurde. Nach kurzer Zeit kamen Kommentare:
„Du schaust so entspannt aus.“
„Wofür habe ich mir beim Wandern einen Wecker gestellt?“
„So gut habe ich mich seit meiner Kindheit nicht mehr gefühlt.“

Mir wurde bewusst, ich biete eine Erfahrung die meiner Umgebung tut gut. Es entstand die Idee, anderen Menschen diesen Raum in den Bergen bewusst anzubieten.

Muss man dich vorher persönlich kennenlernen?

Ja, und das ist mir wichtig. Bevor wir eine Auszeit planen, führen wir immer ein unverbindliches Erstgespräch.

Dabei lernen wir uns kennen und bekommen ein Gefühl dafür, ob die Chemie stimmt. Eine Woche gemeinsam in den Bergen zu verbringen, funktioniert am besten, wenn sich beide Seiten dabei wohlfühlen.

Dieses Gespräch hilft meist schnell zu klären, ob diese Art des Wanderns gerade zu deiner Situation passt.

Wie würdest du dich selbst als Mensch beschreiben?

Ich bin wie eine Schildkröte aber anders. Gehe viel, Esse gerne und habe mein zu Hause mit.

Dennoch bin ich ein normaler Mensch mit ganz normalen Eigenheiten.</pIch merke mir zum Beispiel Namen nicht besonders gut, erzähle manchmal etwas zu viel und bin gelegentlich ziemlich vergesslich. Nervös werde ich auch manchmal außer, wenn ich unterwegs am Wandern bin.

Humor selbst in schwierigen Situationen gehört für mich genauso zu diesen Tagen in den Bergen wie ernsthafte Gespräche.

Was unterscheidet dich von einem Coach oder Bergführer?

Der eine begleitet dich auf neue Wege im Leben und der andere führt dich auf schwierige Gipfel. Rechtlich bin ich befugter Bergwanderführer und dennoch sind wir beide auf uns unbekannten Wegen unterwegs. Gemeinsam auf einer Reise durch die Natur zum Moment im Hier und Jetzt.

Es entstehen Raum für Gespräche, Gedanken und Perspektiven. Ich gebe keine fertigen Antworten vor und arbeite nicht mit festen Methoden. Meine Rolle ist die eines Menschen, der viel Erfahrung mit langen Wegen hat und dabei eine Unbeschwertheit vorlebt. Ich benötigte bei meinem ersten Mal Monate und tausende Kilometer um in den hike2happy-Modus zu kommen. Mit mir kommst du dort in ein paar Tagen an.

Viele Teilnehmer sagen später, dass genau die einfache Form des Unterwegsseins besonders gutgetan hat.